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140 Jahre Wallfahrt nach Mariazell
© Irene Vogler

Am 18./19. Juli fand die 140. Wallfahrt des Mariazeller Prozessionsvereins in Simmering nach Mariazell statt. 15 Pilger:innen machten sich am Samstag zu Fuß auf den Weg und legten eine Tagesetappe von Frein/Mürz nach Mariazell zurück. "Das heutige Evangelium ist eine Mutmachergeschichte", so Pfarrer Maresch in seiner Predigt.

Dankbar kamen die Pilger:innen am Samstagnachmittag am Kreuzberg an und wurden von weiteren Mitgliedern des Vereins empfangen und zur Basilika begleitet. Weitere zehn Pilger:innen des Vereins kamen mit der Familienwallfahrt der Familie Lainer von der Laubenbachmühle nach Mariazell. "Unsere Wallfahrtsroute wird seit 35 Jahren jedes Jahr gegangen", so Initiator Manfred Leiner.
Am Sonntag 19. Juli, kamen weitere Pilger:innen per Bus nach Mariazell und feierten mit dem Geistlichen Leiter des Vereins Dechant Christian Maresch und Regens Richard Tatzreiter die Festmesse in der Basilika. Insgesamt waren mehr als 100 Pilger:innen des Vereins mit dabei.

© Doris Radlmair
15 Pilger:innen waren zu Fuß von Frein/Mürz nach Mariazell unterwegs und kamen trockenen Fußes in der Basilika an.

"Heute geht es im Evangelium um ein ganz wichtiges Thema: um das Reich Gottes. Mit diesem Gleichnis will Jesus uns sensiblel machen für dieses kommende oder auch schon unter uns wirkende Reich Gottes. Wenn man diese beide Worte nur hört, dann wird einem ja ganz warm ums Herz", so der Altsimmeringer Pfarrer Christian Maresch in seiner Predigt. Reich Gottes stehe für schön, grandios, wunderbar, Gerechtigkeit, Frieden und echter erfüllter Freude. "Danach sehen wir uns ja alle. Manchmal aber denken wir, es ist alles nur ein schöner Traum, denn die Realität sieht hier auf Erden ja völlig anders aus: Gewalt, Krieg, Terror, Arbeitslosigkeit, Populismus, Hassreden, Spaltung der Gesellschaft. Also wie ist das mit diesem Reich Gottes?", so der Pfarrer. Jesus verwende für Themen, die Menschen nur schwer verstehen können, Gleichnisse und das gelte auch für die Ankündigung des Reich Gottes. Daher heiße es bewusst im Evangelium "mit dem Himmelreich ist es wie...".

Viel sei über das Reich Gottes gehört worden, "aber was für ein Thema wäre wohl besser geeignet für so eine Wallfahrt, wie wir sie heute hier in Mariazell veranstalten, als dieses Thema. Sammeln wir Impuls in dieser Zeit, Impulse die uns stärken, die uns Mut machen, die unser Vertrauen stärken. Und dann gehen wir nach Hause und leben unseren Glauben, leben wir nach dem Wort Gottes, ein Wort das uns leben, hoffen und lieben lässt", schließt Pfarrer Maresch seine Predigt.

© Georg Radlmair
Regens Richard Tatzreiter begleitete die Wallfahrt nach Mariazell und stand der Abschlussandacht vor.

Den Tag über verbrachten die Pilger:innen in Mariazell, besuchten die Basilika, die Kerzengrotte, hatten Tischgemeinschaften beim Mittagessen und viele Gespräche. Um 17 Uhr kamen die Pilger:innen wieder in der Kirche zusammen um die Abschlussandacht zu feiern. Dieser Gebetszeit stand Regens Richard Tatzreiter vor und hatte die Predigt übernommen. Im Zentrum stand das Wort Mariens, das sie den Dienern bei der Hochzeit zu Kana sagte: "Was er euch sagt, das tut". Dieser Satz fasse zusammen, was das Evangelium uns mitgeben möchte: "Es steht auch hier in Mariazell auf dem Ambo geschrieben, um uns immer wieder zu erinnern, zu tun was Gott von uns will. Nicht immer erkennen wir es gleich, aber wichtig dabei sei auch das Hinhören", so Richard Tatreiter. Er habe die Erfahrung gemacht, dass immer wenn Menschen nicht mehr zuhören oder genau hinhören, dann würde auch das Ergebnis eines Handelns nicht gelingen: "Ich stoße immer wieder an meine eigenen Grenzen, wenn ich merke, dass Menschen nicht zuhören wollen." Regens Tatzreiter betonte als Schlussfolgerung, dass es wichtig sei genau hinzuhören, das bedeute sich bemühen, immer tiefer in diesen Willen Gottes einzudringen, "das steht hinter der Aufforderung. Maria hat es erkannt und uns weitergegeben, denn dieser Satz ist auch an uns gerichtet", so Richard Tatzreiter.

Obmann Johann Kaeshes bedankte sich herzlich bei Pfarrer Christian Maresch, Regens RIchard Tatzreiter, den Diakonen Roman Temper und Franz Schramml, den Ministrant:innen und bei allen Pilger:innen: "denn was wäre ein Vereinsobmann ohne die Wallfahrer:innen. Danke dass ihr mitkommt und wir gemeinsam wallfahren." Nach dem gemeinsamen Gebet, machten sich die Wallfahrer:innen wieder auf den Heimweg nach Wien.

(gr)




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