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Weihbischof Helmut Krätzl war mit Altsimmering verbunden
© Erzdiözese Wien

Die Wiener Weihbischof Helmut Krätzl ist am 2. Mai 2023, im Alter von 91 Jahren verstorben. In einem Text, den er über sein eigenes Sterben veröffentlicht hat, schrieb er: "Rückblickend werde ich mich an die vielen Zeichen der Gottesliebe und Gottesmacht in meinem Leben erinnern, die Gott durch mich und für andere gewirkt hat." Das Begräbnis findet am 15. Mai statt.

"Am Ende einer langen, geduldig ertragenen Krankheit ist der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl am 2. Mai 2023 im 92. Lebensjahr verstorben. Sein Zustand hatte sich zu Beginn letzter Woche deutlich verschlechtert", verlautbarte die Erzdiözese Wien am 2. Mai, am frühen Abend.

Verbundenheit mit Altsimmering
© Georg Radlmair
2009 predigte der Wiener Weihbischof in Altsimmering beim traditionellen Festwochenhochamt.

Helmut Krätzl (1931-2023) war mit der Pfarre Altsimmering und dem Mariazeller Prozessionsverein eng verbunden. Pfarrer Christian Maresch erinnert sich in seiner ersten Reaktion zum Tod des Weihbischofs: "Er war der 'Hausbischof' der Pfarre Altsimmering und spendete vielen Jugendlichen das Sakrament der Firmung bei uns, zuletzt im Jahr 2014. Seit den 1980er Jahren war er auch Ehrenmitglied im Jugendland Altsimmering. Persönlich erlebte ich Weihbischof Krätzl als einen offenen und menschenfreundlichen Bischof, mit dem ich immer freundschaftlichen Kontakt hatte. Besonders bei der letzten Visitation zeigte sich, dass er am Leben der Menschen teilnahm und sehr bodenständig war."

In der Pfarre Altsimmering bleibt Weihbischof Helmut Krätzl in Erinnerung, denn am 9. November 1997 weihte er die neue Orgel in St. Laurenz, an der seit damals die Organist:innen die Gottesdienste in der Pfarrkirche musikalisch begleiten.

"Mutiger, menschenzugewandter, kritischer und demütiger Christ und Bischof"
© Georg Radlmair
Viele Gottesdienste feierte Weihbischof Krätzl in Altsimmering, darunter die 130-Jahr-Feier des Mariazeller Prozessionsvereins im Jahr 2016.

Der Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, betonte in einer ersten Reaktion auf den Tod des Weihbischofs: "Mit Betroffenheit, aber vor allem mit Dankbarkeit, denke ich an unseren Weihbischof Dr. Helmut Krätzl, der uns heute, kurz nach dem ,Sonntag des guten Hirten‘ ins Haus des Vaters vorausgegangen ist. Ich bin ihm für sein vielfältiges und loyales Wirken in unserer Kirche, an deren Leben er bis zuletzt interessiert und aufmerksam teilnahm, von Herzen dankbar. Sein Leben hat er ganz der Verkündigung der frohen Botschaft gewidmet. Er liebte die Kirche – und litt auch mit ihr. Die große Welle der Sympathie und Gebetsverbundenheit so vieler in diesen, seinen letzten irdischen Tagen ist ein beeindruckendes Zeugnis für seine Verbundenheit mit den Menschen in unserer Erzdiözese und weit darüber hinaus."

Ein Leben für die Kirche

Helmut Krätzl wurde am 23. Oktober 1931 in Wien geboren. Am 29. Juni 1954 wurde er von Kardinal Theodor Innitzer zum Priester geweiht. Es folgten Kaplansjahre in Baden ehe er 1956 Zeremoniär von Erzbischof Franz König wurde. 1959 wurde er an der Universität Wien zum Doktor der Theologie promoviert.

Nach einem Unfall in Jugoslawien auf einer Reise mit Kardinal König lange Zeit gehbehindert, studierte er in Rom an der Päpstlichen Universität Gregoriana, wo er 1964 zum Doktor des Kirchenrechts promoviert wurde. In dieser Zeit wirkte er als Stenograf an der Protokollierung des Zweiten Vatikanischen Konzils mit.

Von 1964 bis 1969 war er Pfarrer in Laa an der Thaya und am 1. September 1969 zum Ordinariatskanzler der Erzdiözese Wien.

Am 20. September 1977 wurde er von Papst Paul VI. zum Weihbischof für die Erzdiözese Wien und zum Titularbischof von Heraclea Pontica ernannt. Am 20. November 1977 wurde er gemeinsam mit Florian Kuntner im Stephansdom in Wien zum Bischof geweiht.

1981 bis 1985 war er auch Generalvikar der Erzdiözese Wien. Nach dem Rücktritt von Kardinal König war Krätzl bis zum Amtsantritt von Erzbischof Hans Hermann Groer am 14. September 1986 Diözesanadministrator der Erzdiözese Wien. Groer ernannte 1987 Krätzl zum Bischofsvikar für die Bereiche Erwachsenenbildung und Priesterfortbildung. Auch unter Kardinal Christoph Schönborn hat er diese Funktion ausgeübt. Seit 2004 war Krätzl Bischofsvikar für die ökumenischen Fragen. In der österreichischen Bischofskonferenz war der Weihbischof für schulische Angelegenheiten, für die Erwachsenenbildung, das Katholische Bibelwerk Österreich und das Seminar für Kirchliche Berufe zuständig.

Am 6. März 2008 nahm Papst Benedikt XVI. sein aus Altersgründen eingebrachtes Rücktrittsgesuch an.

Totenwache und Begräbnis

Die Trauerfeierlichkeiten für den am Dienstagabend, 2. Mai, verstorbenen emeritierten Wiener Weihbischof Helmut Krätzl stehen nun fest:

Helmut Krätzl wird am Sonntag, 14. Mai, in der Kreuzkapelle des Stephansdoms von 15 bis 22 Uhr und am Montag, 15. Mai, von 7 bis 15 Uhr aufgebahrt. Hier gibt es die Möglichkeit zur persönlichen Verabschiedung. Anschließend wird das Requiem mit Kardinal Christoph Schönborn um 17 Uhr gefeiert. Im Anschluss wird der verstorbene Weihbischof in der Domherrengruft des Stephansdom beigesetzt.

(gr)



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Dienstag 8:00   St. Laurenz
Mittwoch 18:00 St. Laurenz
Donnerstag 8:00   St. Laurenz
Freitag   18:00 St. Laurenz
Samstag   18:00 St. Laurenz
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