"Nach dem Völkerrecht ist ein Flüchtling eine Person, die ihr Heimatland verlassen hat, weil sie eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung hat. Verfolgungsgründe im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention sind die Rasse, die Religion, die Nationalität, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder die politische Gesinnung. Flüchtlinge können in Österreich um Asyl, d.h. um Aufnahme und internationalen Schutz, ansuchen", erklärt die Website oesterreich.gv.at den Begriff.

In vielen politischen Statements wird das Thema Flüchtling genutzt, um Menschen in ihrer Würde nochmals zu belasten, weil ihnen eine neue Heimat verwehrt wird. Die Pfarre Altsimmering hat seit 1945 mit den Bruggern, den Ungarn 1956, den Tschechen 1968, den Boatpeople aus Vietnam (nach 1975), den Rumänen 1989, den diversen Flüchtlingen im Rahmen des Jugoslawienkrieges eine große Tradition in der Unterstützung von Menschen auf der Flucht. Im Jahr der großen Flüchtlingskrise in Europa 2015/16 und dann als der Ukrainekrieg ausbrach, war es für die Pfarre selbstverständlich den Menschen zu helfen.
Jetzt, sei es an der Zeit, sich mit dem Thema in anderer Form auseinander zu setzen, betont Diakon Franz Schramml. Vom Theaterstück "Dreck" von Robert Schneider ausgehend, gestaltete Franz Schramml die Idee der Altsimmeringer "Woche des Flüchtlings", die mit dem Ukrainekreuzweg in der Pfarrkirche St. Laurenz am Freitag, 20. Februar 2026, 18.30 Uhr beginnt. Seit vier Jahren beten wir um den Jahrestag der russischen Okkupation (24.Februar 2022) mit den Frauen unseres Deutschkurses um den Frieden in der Ukraine.
Am Sonntag, 22. Februar um 16.00 Uhr tritt Jürgen Heigl in "Dreck" als Sad auf und beschreibt sein Leben in einer deutschen Stadt, seine Erfahrungen mit Fremdheit und Verachtung. Er macht sich demütig zum Sündenbock und eignet sich die absurdesten Vorurteile an.
In einem Vortrag am Mittwoch, 25. Februar um 19.00 Uhr, im Pfarrcafe Kobelgasse 24, berichtet der Gründer der in Wien ansässigen Menschenrechts- und Hilfsorganisation "SOS Balkanroute", Petar Rosandic, über ihre Arbeit . Diese Organisation ist eine in Wien ansässige Menschenrechts- und humanitäre Hilfsorganisation, die versucht das Bewusstsein für die Verletzungen der Rechte von Flüchtlingen auf der Balkanroute zu schärfen und sich für eine Verbesserung der Bedingungen ihrer Behandlung einzusetzen. Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit den Schwestern von der Schmerzhaften Mutter organisiert.
Den Abschluss der Woche gestaltet das Interaktive Forumtheater zum Thema "Flucht", am Samstag, 28. Februar um 19.00 Uhr im Pfarrsaal Kobelgasse 13. Das Forumtheater ist eine Form des interaktiven Theaters, das zum Ziel hat, Theater für alle erreichbar zu machen – als Mittel des Dialogs und um die soziale Realität zu verändern.






