"Traurig, weil sie nicht mehr sichtbar und spürbar in unserer Mitte ist, aber vor allem dankbar für ihr buntes, erfülltes Leben", schreiben die Mitschwestern in der Parte, mit der sie den Tod von Sr. M. Regina vom bitteren Leiden (Erika Fučik) von der Kongregation der Schwestern von der Schmerzhaften Mutter, mitteilen.
Sr. Regina wurde am 19. August 1942 geboren. Nach der Lehre zur Damenschneiderin und nach ihrem Ordneseintritt am 15. November 1959 in die Kongregation der Schwestern in Wien begann sie die Ausbildung zur Kindergärtnerin und Horterzieherin. 1963 wurde sie eingekleidet und erhielt den Ordensnamen Maria Regina "vom bitteren Leiden". Ihr Lebensmotto fasste sie so zusammen: "Entschieden für den menschenfreundlichen Gott des Lebens, verfügbar den Schwestern und Brüdern, der EINEN Welt nahe".
Im September 2025 feierte Sr. Regina, bereits stark von ihrer Krankheit gezeichnet, das diamantene Professjubiläum. Nachdem sie 2026 in die Pflegestation der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (Hartmannschwestern) übersiedeln musste, ist sie dort am 25. August 2026 im 85. Lebensjahr "in Frieden heimgekehrt zu ihrem Schöpfer, dem sie ihr Leben anvertraut hat", schreiben die Schwestern in der Parte.
Bereits im Alter von 14-16 Jahren kam Sr. Regina mit den Schwestern der Gemeinschaft in Simmering in Kontakt. In ihrem Beitrag für die Website der Schwestern in Simmering schrieb sie darüber: "Irgendwann wollte ich mehr wissen, über die Schwestern, das Haus kennen lernen und meine vielen Fragen ins Wort bringen. Unspektakulär erlaubte ich meiner Neugier nachzugehen und lernte ich bei einem Besuch das Simmeringer Schwesternhaus und die Schwestern kennen." Fasziniert sei sie gewesen von der "natürlichen und bodenständigen Fröhlichkeit, Heiterkeit, Gesprächsfreudigkeit und unkomplizierten Begegnungen", beschrieb sie die Gemeinschaft. Trotz anfänglicher Skepsis aufgrund der damals üblichen Ordenstracht ist sie wenige Jahre später bei den Schwestern in Simmering eingetreten.
Viele Menschen hat sie geistlich begleitet, solange sie konnte. Ihre Mitschwestern betonen ihre humorvolle, lebensfrohe, optimistische, begeisterungsfähige und kreative Art. "Sie war unglaublich vielseitig in ihren Interessen, hatte Freude am Lernen und daran, andere zu ermutigen. Sie hörte aufmerksam zu, war verschwiegen und bereitete mit ihrem musikalischen Talent vielen Freude." Seit sie selbst das Fasten 1963 für sich entdeckt hatte, begleitete sie regelmäßig Fastengruppen. Dabei habe sie Menschen, die nur abnehmen möchten weggeschickt: "das ist bei mir nicht die richtige Stelle, weil ich hab das Fasten nicht nur, damit wir abnehmen, sondern ich habe diese spirituelle Linie", erzählte sie in einem Online-Video der Ordensgemeinschaften.
Dankbar für ihr Leben und Wirken laden die Schwestern von der schmerzhaften Mutter zum Abschied von Sr. M. Regina Fučik am Freitag, den 25. September 2026 ein.
Um 8:30 Uhr beginnen die Begräbnisfeierlichkeiten mit dem Rosenkranz, um 9.00 Uhr die Einsegnung und Beisetzung im Schwesterngrab am Friedhof Wien Simmering (11., Unter der Kirche 5). "Anschließend feiern wir für sie und mit ihr die Hl. Messe in der Pfarrkirche St. Laurenz in Wien-Simmering (Kobelgasse). Im Sinne von Sr. Regina bitten wir, bunt gekleidet zu kommen und statt Blumen- und Kranzspenden eine Spende zugunsten unserer Missionsprojekte in Brasilien zu überweisen. IBAN: AT65 4300 0351 7075 4000 lautend auf: Kongregation der SSM – Missionsprokur", heißt es in der Parte.






