Manchmal folgt auf einen Abschied auch ein Neuanfang. Nachdem im Sommer 2023 der Abschied vom alten Jugendland erfolgte, weil der alte Pfarrhof verkauft worden war, stehen seit Samstag, 27. Juni 2026, nach zweijähriger Bauzeit im neuen Pfarrgebäude im Untergeschoss wieder Räumlichkeiten mit etwa 200 m² für unsere Jugendlichen zur Verfügung.
Bei der Segnung des neuen Jugendlandes sagte der Altsimmeringer Pfarrer Christian Maresch: "Jesus sagt uns im Matthäusevangelium: 'Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen' (Mt 18,20). Alle Räume in einer Pfarre dienen nicht nur zur menschlichen Begegnung, sondern fördern auch die Begegnung der Menschen mit Gott. Das trifft natürlich auch auf unser neues Jugendland zu - es ist ein Ort für junge Menschen, für Gemeinschaft, für geistliche Impulse. Es macht mir große Freude heute diese Räume zu segnen und das neue Jugendland seiner Bestimmung zu übergeben."
"Es ist schön, dass wir wieder eine Heimat für unsere Jugend in der Pfarre haben. Es fühlt sich schon recht wohnlich an", so der verantwortliche Pastoralassistent Thomas IVL Schmid, der hinzufügt, dass es wichtig sei, dass die vier Gruppen des Jugendlandes wieder den Ort haben "wo Begegnung untereinander und mit Gott möglich sein soll, wie es auch das Leitbild der Erzdiözese sagt: Wir wollen Menschen mit Jesus in Beziehung bringen. Dafür ist es eben wichtig zuvor die Beziehung mit den Menschen zu haben und zu leben", so der Pastoralassistent der Pfarre Altsimmering.
In der Samstag-Vorabendmesse, die Pfarrer Maresch mit der Gemeinde und den Jugendlichen feierte, betonte er in seiner Predigt über das Thema "Nachfolge": Obwohl es für einen Christen, eine Christin klar sein müsse, dass Gott immer an erster Stelle stehe, "ist in der Gesellschaft zu beobachten, dass es in erster Linie darum geht wie der Einzelne sein Leben gut gestalten, gut genießen kann, das Beste aus dem Leben herausholen und sich selber finden kann. So steht das Streben nach Macht, Ruhm, Geld und Erfolg immer an erster Stelle. Dabei ist doch das erste Gebot, das uns sagt, dass Gott immer an erster Stelle steht und sonst nichts: 'Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben'. Ja, ein Leben in der Nachfolge Jesu ist nicht leicht und verlangt viel von uns", so der Pfarrer.
Wiederholt kommt Christian Maresch auf das neue Leitbild der Erzdiözese Wien zu sprechen, das Erzbischof Josef Grünwidl im Herbst vorstellen und in Kraft setzen wird. Es sei ein ganz wichtiger Impuls auf dem Weg der Nachfolge Jesu, "denn darin heiß es: 'Wir bringen Menschen mit Jesus in Beziehung'. Als Kirche und als Pfarre Altsimmering, auch als Jugendland, teilen wir Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen in unserer Zeit. Dabei blicken wir besonders auf die Armen und Bedrängten in unserer Wohlstandsgesellschaft. Und dabei sind drei Sätze hilfreich: Wir tun das großzügig und gastfreundlich, wir machen das exzellent d.h. mit großem Einsatz und Bemühen und dabei schauen wir immer nach vorne. Ja das klingt wirklich nach Mut und Kraft. Positiv in die Zukunft schauen, auch wenn es nicht immer leicht ist, aber in der Pfarre Altsimmering, im Jugendland sind wir alle eine Gemeinschaft von Menschen und Jesus ist selber mitten unter uns, das dürfen wir nie vergessen", so der Pfarrer.
Als ein ersterHöhepunkt im neuen Jugendland wurde das Match der Österreicher gegen Algerien um 4 Uhr früh live gestreamt. Und fast alle waren mit dabei, als Österreichs Spieler Sascha Kalajdzic in der 96. Minute des Spiels den Ausgleich zum 3:3 erzielte und somit Österreich in die nächste Runde der Fußball-Weltmeisterschaft brachte.







