Am Samstag, 20. Juni 2026, wurde die Vorabendmesse zum Dankesfest. Die Pfarre bedankte sich bei Kaplan Anton Istuk, der mit September eine neue Aufgabe im 10. Bezirk in der Pfarre Göttliche Barmherzigkeit übernehmen wird.
Pfarrer Christian Maresch hatte die Predigt beim Dankesgottesdienst übernommen. Und er wählte als Leitthema das neue Leitbild der Erzdiözese Wien, das "beim letzten Rätetag der Erzdiözese Wien vorgestellt wurde und das unser neuer Erzbischof Josef Grünwidl im kommenden Herbst in Kraft setzen will. Unser Auftrag lautet 'Wir bringen Menschen mit Jesus in Beziehung'. Das ist der Hauptsatz des neuen Leitwortes. Wir sagen heute Danke für den Einsatz von Menschen in unserer Pfarre für andere und das im Namen Jesu", so der Pfarrer und wendet sich gleich an Kaplan Anton: "Du, Anton, hast als Priester, als Kaplan dieses Leitwort in unserer Pfarre ein Jahr lang erfüllen dürfen, hast dabei Erfahrungen gesammelt und viele Menschen in Simmering kennen gelernt. Du durftest mit einem ganz tollen Seelsorgeteam viele kranke und alte Menschen im Seniorenschlössel begleiten und betreuen. Du warst hier in der Pfarre für Menschen da, die dich als Priester gebraucht haben. Du hast mitgeholfen, als Kirche hier in unserer Pfarre Räume zu schaffen, wo Menschen Jesus mehr kennenlernen können und wir alle unsere Berufungen durch die Taufe besser entfalten können. Für deinen priesterlichen Dienst bei uns hier in Simmering sagen wir dir ein herzliches Dankeschön", so Pfarrer Maresch.
Das neue Leitwort der Erzdiözese Wien hebe auch den Einsatz von Ehrenamtlichen hervor, "der hier in unserer Pfarre etwas ganz Selbstverständliches ist. Und da treffen zwei Sätze des Leitbildes besonders auf unser Team des Altsimmeringer Nachtmahles zu: 'das machen wir großzügig und gastfreundlich' und 'das machen wir mit Exzellenz'. Ja, gerade die Arbeit mit den Menschen, denen es sozial oder finanziell nicht so gut geht, zeichnet uns als Pfarre aus. Und ihr, liebes Team des Altsimmeringer Nachtmahls, liebe Gerti, liebe Maria, habt das bestimmt getan, all diese vielen Jahre wart ihr großzügig, gastfreundlich und exzellent hab ihr eure Talente, Charismen und Fähigkeiten so gut ihr konntet eingesetzt. Auch dafür von mir als Pfarrer ein herzliches Dankeschön", betonte Pfarrer Christian Maresch. Und er ergänzte, dass es viele in der Pfarre gäbe, die bei dieser Sozialaktion unterstützen.
Am Ende des Gottesdienstes folgten die Dankesreden. Allen voran sagte Mariazeller-Vereins-Obmann Hans Kasehs dem Kaplan Danke für das Jahr in Altsimmering.
Dem Team des Altsimmeringer Nachtmahls sagte "Caritas-Diakon" Franz Schramml, der das Team des Altsimmeringer Nachtmahls immer begleitet hat, Danke. Er lieferte in seiner Dankesrede ein paar wichtige Zahlen, um die Arbeit zu würdigen: "Die Caritasarbeit wird zum größten Teil von Ehrenamtlichen getragen. Am 23. September 2003 hat das Altsimmeringer Nachtmahl das erste Mal seine Pforten in der Kobelgasse 13 geöffnet. Familie Bitzan hat damals das ganze Kochgeschirr gespendet. Es gab Linsen mit Knödel und und 17 Gäste waren da. Gerti Dolecek und Maria Zahnt haben mit ihrem Team 23 Jahre das Altsimmeringer Nachtmahl gestaltet. Da Maria zum Glück genau Buch geführt hat, können wir auch beeindruckende Zahlen nennen: In diesen Jahren wurde 966 mal aufgesperrt, es gab 22.833 Mahlzeiten für arme oder obdachlose Menschen und es wurden ca. 120.000 Liter Suppe gekocht", so Diakon Schramml. "Danke fürs Planen, Kochen, Wegräumen, Geschirr abwaschen, usw.", sagte Diakon Schramml unter dem großen Applaus der Kirchenbesucher:innen.
Diakon Franz Schramml erinnerte daran, dass es in Altsimmering Kapläne gab, "die sich schnell und unauffällig an jedem Dienstag aus der damaligen Kaplanswohnung am Laurenzisaal und an der Küche vorbeigeschlichen haben. Im Gegensatz dazu hat Anton Istuk in diesem Jahr sowohl beim Nachtmahl als auch bei der Wärmestube sich immer wieder zu unseren Gästen dazugesetzt. Auch Pfarrer Christian Maresch war in den 23 Jahren des Altsimmeringer Nachtmahls immer wieder dabei und hat das Tischgebet gesprochen. Caritasarbeit kann nur dann wirklich gelingen, wenn der Pfarrer einer Gemeinde dahintersteht. Aber genauso wichtig ist die Pfarrgemeinde, die die Arbeit mitträgt durch Aktivitäten oder Spenden. Da gibt es bei uns große Spender wie den Mariazeller Prozessionsverein, die LGV oder unser Kloster, aber genauso wichtig sind die vielen kleinen Spender und Spenderinnen, weil 'Ohne Göld, ka Musi'", so der Altsimmeringer Diakon.
Und es gab ein großes Merci als Dankeschön für die Arbeit und Franz Schramml erinnerte an alle, die geholfen hatten: "Rudi Zahnt, Herbert Nowotny und Walter Claudi, die nicht mehr unter uns sind. Ich erinnere mich an die Coronazeit, wo wir Lebensmittelpackerln durchs Fenster ausgegeben haben, auch im Juli und August. Ich erinnere mich an das vorweihnachtliche Schnitzelherausbacken mit Rudi, wo wir wegen Überfüllung das 13er Haus zusperren mussten. So bleibt mir jetzt nur übrig, dem ganzen Team Danke zu sagen für 23 Jahre Kochen: Leo Flicker, Elfi Gläser, Anita Hanzl, Martha Hausmann, Irene und Heinz Himmel, Helene Kotil, Christine Ludwig, Hilde und Werner Mery, Sr. Michaela, Josef Stangl, Gisi Novotny und last not least den beiden Haubenköchinnen Gerti Dolecek und Maria Zahnt.
Zuletzt betonte auch der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Bernhard Wieczorek, das Dankeschön der Pfarrgemeinde, denn es sei nicht selbstverständlich, sich 23 Jahre lang treu zu einem Projekt zugehörig zu fühlen: "Darum Danke für Eure Treue, eure Beständigkeit und euer unermüdliches Engagement in Altsimmering."
Zum Abschluss gab es im Pfarrgarten ein Grillfest.














