In der Aschermittwochspredigt, 18. Februar 2026, schloss Pfarrer Christian Maresch an die Predigt vom Faschingssamstag an, in der er auf den Fußballsport hingewiesen habe. Dabei war es „um die Regeln, die im Fußball aber auch in der Religion notwendig sind“, gegangen. AM Aschermittwoch zog der Altsimmeringer Pfarrer wieder einen Vergleich aus der Fußballwelt heran. „Viele Fußball begeisterte Kinder wollen einmal Fußballprofi werden, dieser Traum erfüllt sich nur selten. Aber alle, die gerne Fußball spielen, wissen, dazu gehört nicht nur eine gewisse Begabung, sondern auch viele Jahre intensives Training. Und da kommt jetzt mein Vergleich: Die Fastenzeit ist für uns Christen und Christinnen ein jährliches Trainingslager. Die Fastenzeit will uns Jahr für Jahr dabei helfen im Glauben zu wachsen und mehr so zu werden wie Jesus.“

Und im Training gebe es verschiedene Methoden. In der Fastenzeit seien das besonders teilen - fasten – beten, betont Pfarrer Maresch.
TEILEN: das altmodische Wort dafür sei „Almosen geben. Wichtig ist dabei das Loslassen können. Kann ich von dem, was ich besitze, loslassen, kann ich meinen Besitz als von Gott anvertraut ansehen, den ich nicht nur für mich nutze sondern auch zum Wohl anderer einsetze, das ist die Frage, die ich in der Fastenzeit beantworten muss und trainieren muss“, so der Pfarrer.
FASTEN: das bedeute verzichten auf gewohnte Sachen. „Wir machen uns bewusst, dass vieles nicht selbstverständlich ist, dass auch vieles im Übermaß nicht gut ist für uns. Dazu kann unter anderem Alkohol, Fleisch, Süßigkeiten, Zucker, Fernsehen oder social Media gehören. Der Verzicht auf diese alltäglichen Dinge könnte unsere Sehnsucht verstärken, dass es mehr als nur diese materiellen Dinge im Leben gibt und den Hunger nach Sinn des Leben, den Hunger nach Gott verstärken“; sagt der Altsimmeringer Pfarrer. Interessant für ich sei, dass in fast allen anderen Religionen gebe es dieses religiöse Fasten ebenfalls.

BETEN: Dies sei eigentlich die wichtigste Trainingsmethode. „Beten bedeutet ja zunächst einmal bewusst die Gegenwart Gottes zu suchen und sich dort einzufinden. Beten vergleiche ich mit einem Sonnenbad. Mich von der Sonne Gottes bescheinen lassen, die Sonnenstrahlen in mich hineinzulassen. Das ist ganz wichtig in der Fastenzeit: sich Zeit nehmen für das persönliche Gebet aber auch Zeit nehmen für gemeinschaftliches Gebet“, dazu verweist er auf die unterschiedlichen Angebote in der Pfarre Altsimmering.
Bei all diesen Trainings gehe es nicht um sinnlose Quälereien, sondern um ein Einüben in den christlichen Glauben. „Das Training der Fastenzeit will uns helfen, die Melodie die Gott in unser Leben hinein gelegt hat, auch tatsächlich mit unserem Leben zu spielen“, so Christian Maresch in seiner Aschermittwochpredigt.
In seiner Predigt erinnerte der Pfarrer auch an einen wichtigen Grundsatz des christlichen Glaubens: „Gottes Liebe kann ich mir nicht verdienen, nicht erarbeiten. Die Liebe und der Glaube sind ein Geschenk Gottes. Wir sind als Gottes Ebenbilder geschaffen und in der Taufe als Kinder Gottes angenommen worden. Gott spricht in der Taufe ein JA zu mir und dieses JA Gottes bleibt für immer bestehen“, so der Pfarrer an seine Gemeinde.
Der Aschermittwoch leite die Fastenzeit mit dem Ruf Jesu ein: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium. Ja, die Fastenzeit ist eine Zeit der Umkehr, eine Zeit, in der die Fenster und Türen unseres Leben weit offen stehen sollten, damit Gottes Liebe, die in uns strahlt, auch hinaus kann in die Welt“, so Pfarrer Christian Maresch.







