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"Einen Menschen für den Glauben gewinnen"
© Georg Radlmair

Die Zeit im Jahreskreis begann Pfarrer Christian Maresch mit einer wichtigen Frage für jeden Christen. "Für viele in unserer Kirche ist das eine große Frage: Wie geht es weiter mit dieser Kirche? Mit unserer Pfarre? Denn eines ist sicher, die Zukunft der Kirche ist nicht planbar."

Am zweiten Sonntag im Jahreskreis, 14. Jänner 2018, stellte der Altsimmeringer Pfarrer Christian Maresch in seiner Predigt eine "für alle Christen, besonders für die in unserer Pfarre, wichtige Frage: Wie geht es weiter mit dieser Kirche? Mit unserer Pfarre?" Dabei stellte er schon in der Einleitung fest, dass der Glaube eines Menschen letztlich einzig und alleine von Gott abhänge. "Wir dürfen am Reich Gottes mitarbeiten aber machen, wie das heute viele in der Pastoral tätige Menschen glauben, machen können wir Kirche nicht", so Maresch.

Die Schlagworte, die heute im kirchlichen Bereich oft verwendet werden seien "missionarische Kirche" oder "Mission first". Dabei sei doch der Auftrag Jesu im Evangelium - geht und macht alle Menschen zu meinen Jüngern - ohnehin eindeutig. Die Kirche sei immer schon da gewesen um Menschen für die Sache Jesus zu gewinnen, "aber die Frage nach dem 'wie' ist heute genauso aktuell wie früher" ist für Pfarrer Maresch klar.

Warum missionarisch sein?
© Georg Radlmair
Taufe? Weil der Glaube ein Geschenk ist, der dem Leben Sinn und Erfüllung gibt.

Die Anzahl der Katholiken in Österreich wird immer geringer, das sei für jeden bemerkbar. In dieser Situation werde von den Diözesanleitungen und Bischöfen immer der Ruf nach einer missionarischen Kirche laut. "Aber was heißt das?", fragt der Altsimmeringer Pfarrer. "Beim Zweiten Vatikanischen Konzil hatte der bekannte Theologe Karl Rahner folgenden Satz gesagt: 'Als Christ sollte ich in meinem Leben wenigsten einen Menschen für den Glauben gewonnen haben.' Nun ja, wenn ich so nachdenke, dann weiß ich nicht ob ich als Pfarrer das je von mir sagen werde können", formulierte Pfarrer Marsch selbstkritisch. Und er präsentierte für die Gemeinde Altsimmering Fragen, die ihn persönlich in letzter Zeit oft beschäftigen: "Warum wollen wir überhaupt Menschen für den Glauben gewinnen? Ist es nur Selbsterhaltung oder Selbstbestätigung? Natürlich will ich als Pfarrer eine volle Kirche. Auch der PGR will eine lebendige Gemeinde, die Pfarre will Nachwuchs, um ihren Bestand zu sichern. Aber ist das die Antwort?" Dazu komme auch die Frage warum Eltern bis heute ihr Kind taufen lassen wollen. "Eine der besten Antworten ist da wohl, weil der Glaube ein Geschenk ist, der dem Leben Sinn und Erfüllung gibt", so Christian Maresch.

Mission: auf den Ruf Gottes aufmerksam machen

"Ja wir sollen heute missionarische Kirche sein, nicht um Menschen für unserer Pfarre zu gewinnen. Nein sondern um Menschen aufmerksam zu machen auf den Ruf Gottes in ihrem Leben", zieht Maresch die Schlussfolgerung aus dem Vorbild von Charles de Foucauld. Und er verweist auf das Tagesevangelium, denn da sagt Jesus zu den Jüngern des Johannes "kommt und seht". "Das sagt Jesus zu seinen Jüngern, das gilt auch uns. Wir müssen erkennen was uns alles im Glauben geschenkt wird. Dann können wir strahlende Christen werden, die mit dem gelebten Evangelium in die Welt hinaus gehen. Das ist unsere Berufung, unsere Aufgabe als getaufte Christen, nur so können wir letztlich zu einer missionarischen Kirche werden."

(gr)


...aus dem Bilderalbum

Aus dem Bilderalbum



Gottesdienste Altsimmering

Montag 18:30 St. Laurenz
Mittwoch 18:30 St. Laurenz
Freitag 18:30 St. Laurenz
Samstag 18:30 St. Laurenz
Sonntag 9:00 St. Laurenz
Sonntag 10:15 St. Josef

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